Stockholm

Am 14. Juni 2015 starten wir um 11:00 Uhr in Richtung Stockholm. Bei den bevorstehenden 30 Meilen ist das schnell gemacht. Je näher wir der Stadt kommen, desto verkehrsreicher wird die Wasserwelt. Hatten wir vorher weitgehend nur große Fähren, sind es jetzt auch kleine Fähren, große und kleine Segelboote und unglaublich viele Motorboote. Lukas behauptet zu Recht, dass scheinbar jeder in Stockholm ein Boot besitzen muss und dass diese sind am Wochenende alle unterwegs sind. Demnach sollte die Stadt jetzt leer sein 🙂

Im Hafen angekommen, sind wir sofort in diese rein. Direkt neben dem Hafen gibt es eine Haltestation für Straßenbahnen. Wir nehmen die Straßenbahn mit der Nummer Sieben. Später erfahren wir, dass es in ganz Stockholm nur eine einzige Strassenbahnlinie gibt, nämlich unsere Linie. Damit ist natürlich für uns noch die Frage offen, warum diese Linie dann die Nummer sieben ist und nicht die Nummer eins!

Am nächsten Tag machen wir eine Sightseeing Tour mit einem Doppeldeckerbus. Da sie Sonne ihr Bestes gibt, sitzen wir oben und erfahren zum ersten Mal die schwedische Perfektion des Nervens. Das Faltdach des Busses ist halb geöffnet. Wir bei einer Ziehharmonika sind die beiden äussersten Befestigungsstäbe gesichert und die Inneren sind locker. Das hat zur Folge, dass beim Anfahren die inneren Befestigungen mit lautem Krach nach hinten fahren und beim Bremsen mit gleich lautem Krach nach vorne. Das Geräusch ist so laut, dass sich die Menschen auf den Straßen nach dem Bus umschauen und wir nach dem zweiten Anfahren und Bremsen ziemlich genervt sind. Da dieses Phänomen bei den anderen Bussen identisch zu sein scheint, entschließen wir uns in dem Bus zu bleiben und dieses Geräusch tapfer zu ertragen.

Anschließend ist die Innenstadt unser Opfer 🙂 Wir erleben eine Stadt mit wundschönen Bauten, viel Grün und mit und ohne Wasserstrassen. Natürlich konnten wir auch die Reste von der königlichen Hochzeit, die zwei Tage zuvor stattgefunden hat, noch sehen.

Einen Tag später ist das Vasa Museum dran. Es zeigt ein restauriertes Kriegsschiff aus dem Jahr 1628. Mich hat dies Museum persönlich sehr beeindruckt. Wenn man sich vorstellt, dass das Holzschiff 333 Jahre auf dem Meeresboden gelegen hat und man nun ein Relikt von 1628 vor sich hat, dann steht man da sehr ehrfürchtig vor. Anschließend schlendern wir durch die Altstadt. Alles sehr schön und mit engen Gassen, aber links und rechts gibt es nur Souvenirläden. Falls es mal kein Souvenirladen ist, dann ist es ein Restaurant 🙂

Der Mittwoch ist ein ganz „chaotischer“ Tag. Lukas fliegt nach Berlin zum amerikanischen Konsulat (im Rahmen seiner bevorstehenden Ausbildung) und somit stehen wir schon um 3:00 Uhr morgens auf. Lukas weiß nicht, dass Mittags Lara zu uns an Bord kommt. Sie möchte Lukas damit überraschen. Lara und ich kaufen den Proviant für die nächsten Tage ein und abends holen wir Lukas vom Bahnhof ab. Die Freude ist übrigens sehr groß. Eine tolle Idee von Lara!

Falls jemand von euch mal nach Stockholm möchte, sollte er sich auf Verschiedenes einstellen. Zum Beispiel, dass die Stockholmer für jedem Menschen an einem Zebrastreifen anhalten. Das ist eine Tatsache, die wir eigentlich auch in Deutschland kennen. Wenn zusätzlich eine Fußgängerampel vorhanden ist, dann entwickeln die Stockholmer doch eine gewisse Eigendynamik und diese in Verbindung mit Mathematik. Steht man also an einer Fußgängerampel und diese ist rot, dann warten die Stockholmer in aller Seelenruhe. Aber irgendwann (die Ampel ist immer noch rot) scheint es ein statistisches Mittelmaß bezgl. der Wartezeit zu geben, denn dann gehen die Stockholmer einfach über die Straße, als wäre die Ampel grün – diese ist aber immer noch rot!!! Jeder geht dann über die Straße!! Lukas und ich vermuten ebenfalls, dass auch eine temporäre Rot-Grün-Blindheit zu diesem Phänomen führen kann. Richtig klären konnten wir dieses Verhalten der Stockholmer nicht 🙁

Weiterhin haben die Stockholmer auch einen Markt. Neben uns bekannten Waren werden dort auch Speisen angeboten. Diese Speisen sind ebenfalls international. Alles ist somit für uns noch OK. Aber das zu den englischen Waren deutsche Schlagermusik gespielt wird und ein Thailänder Pizza anbietet, hat uns doch sehr verwundert und amüsiert.

Alles im allem ist es eine wunderschöne Stadt, zu der wir garantiert wieder zurückkommen werden!!

Am Donnerstagmorgen starten wir weiter in Richtung Süden.

Bis bald

Tschüss

Harald

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Ein Gedanke zu „Stockholm

  1. Sehr schöne Impressionen aus Stockholm. Die Vasa mit ihren Schnitzereien ist sehr imposant. Wie viel Arbeit damals in den Schiffsbau investiert wurde – Wahnsinn. Deine Beschreibung der Schweden ist echt interessant.

    Viel Spaß bei der weiteren Reise.

    Ciao
    Artur

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